Über die Dokumentvorlage
Chemische Risiken 2026/2027 – Risikobewertung, Chemikalienverzeichnis & Schutzanweisung
Dies ist ein vollständiges Arbeitsumfeld-Paket für Betriebe, die mit chemischen Gefahrenquellen umgehen oder solche erzeugen. Das Paket unterstützt den Arbeitgeber dabei, von der Inventur und Verzeichniserstellung zur tatsächlichen Risikobewertung, den beschlossenen Maßnahmen, Handhabungsanweisungen, Expositionskontrolle sowie der Vorsorge bei Verschüttungen oder Unfällen zu gelangen.
Das Vorlagenpaket wurde am 4. Oktober 2026 rechtlich geprüft und an die aktuellen Vorschriften des schwedischen Amt für Arbeitsumwelt (Arbetsmiljöverket) angepasst, insbesondere AFS 2023:10 über Risiken in der Arbeitsumgebung, AFS 2023:14 über Grenzwerte für die Atemwegsexposition sowie AFS 2023:1 über systematisches Arbeitsumweltmanagement.
Lieferung: 6 separate Dokumente in Word (DOCX) und PDF – insgesamt 12 Dateien und 12 A4-Seiten pro Formatserie.
Das ist enthalten
- Chemikalienverzeichnis – Chemische Gefahrenquellen – 2 Seiten.
- Chemische Risikobewertung – 2 Seiten.
- Maßnahmen- & Expositionsplan – 2 Seiten.
- Handhabungs- & Schutzanweisung – 2 Seiten.
- Notfallplan – Verschütten, Exposition & Chemieunfall – 2 Seiten.
- Detaillierte Gebrauchsanweisung – 2 Seiten.
Nicht nur gekaufte Chemikalien
Eine chemische Gefahrenquelle kann weit mehr sein als ein gekennzeichnetes chemisches Produkt. AFS 2023:10 umfasst auch Gefahrenquellen, die bei der Arbeit entstehen oder durch den Prozess gefährliche Eigenschaften erhalten.
Dies können zum Beispiel sein:
- Schweißrauch,
- Abgase,
- Quarzstaub und anderer Staub,
- Dämpfe und Aerosole,
- heiße Flüssigkeiten,
- sauerstoffarme Atmosphäre,
- Substanzen, die durch Erhitzen, Zersetzung oder chemische Reaktionen entstehen.
Chemikalienverzeichnis gemäß AFS 2023:10
Der Arbeitgeber muss die chemischen Gefahrenquellen auflisten, die im Betrieb gehandhabt oder erzeugt werden. Das Verzeichnis im Paket ist so aufgebaut, dass die von den Vorschriften geforderten Angaben dokumentiert werden, darunter:
- Name der Gefahrenquelle,
- gefährliche Eigenschaften und relevante Gefahrenhinweise,
- Ort der Lagerung, Verwendung oder Entstehung,
- ob ein hygienischer Grenzwert besteht,
- welche speziellen Arbeitsumweltregeln gelten,
- Sicherheitsdatenblatt und Informationsquelle,
- Datum der letzten Aktualisierung.
Die Vorlage erinnert auch daran, dass der Name der Gefahrenquelle mit der im Betrieb verwendeten Kennzeichnung übereinstimmen muss.
Erfassung spezieller Stoffgruppen
Das Verzeichnis enthält Prüfpunkte für unter anderem:
- allergenwirkende Stoffe,
- krebserzeugende Stoffe,
- erbgutverändernde Stoffe,
- fortpflanzungsgefährdende Stoffe,
- Stoffe mit Anforderungen an medizinische Kontrollen,
- zulassungspflichtige oder verbotene Stoffe,
- Stoffe und Prozesse, die unter spezielle REACH- oder Arbeitsumweltregeln fallen.
Chemische Risikobewertung – vom Produkt zur tatsächlichen Exposition
Die Risikobewertung ist darauf ausgelegt, die tatsächliche Arbeitsweise zu beurteilen, nicht nur das, was auf dem Etikett des Produkts steht. Die Vorlage unterstützt den Arbeitgeber bei der Dokumentation von:
- Menge und Konzentration,
- Expositionsweg – Einatmung, Haut, Mund oder sonstiger Kontakt,
- Häufigkeit und Expositionsdauer,
- gleichzeitige Exposition gegenüber mehreren Stoffen,
- Verschütten, Leckagen und Spritzer,
- Erhitzen, Schleifen, Sprühen, Schweißen und andere Prozesse, die Luftverunreinigungen erzeugen,
- Brand- und Explosionsrisiko,
- Sauerstoffmangel und geschlossene Räume,
- Wartung, Reinigung, Probenahme und Filterwechsel,
- Abfall und kontaminiertes Material.
Hygienische Grenzwerte gemäß AFS 2023:14
Das Paket enthält spezielle Felder zur Überprüfung, ob für die Gefahrenquelle ein hygienischer Grenzwert gilt und ob arbeitsmedizinische Messungen durchgeführt werden müssen.
AFS 2023:14 ist eine konsolidierte Grenzwertverordnung, die auch im Jahr 2026 geändert wurde. Daher sind die Dokumente bewusst so gestaltet, dass der Anwender den aktuellen Grenzwert zum Zeitpunkt der Bewertung einträgt, anstatt Werte fest zu codieren, die später veraltet sein könnten.
Arbeitsmedizinische Messung
Wenn die Exposition nicht auf andere Weise sicher genug beurteilt werden kann, können Messungen erforderlich sein. Der separate Maßnahmen- & Expositionsplan enthält Felder für:
- Stoff oder Gefahrenquelle,
- Messmethode,
- Sachverständiger oder Messunternehmen,
- Messdatum,
- Ergebnis,
- Vergleich mit der aktuellen AFS 2023:14,
- beschlossene Maßnahmen.
Risikomatrix und ernsthafte Risiken
Die chemische Risikobewertung enthält eine praktische Risikomatrix mit Eintrittswahrscheinlichkeit, Konsequenz, Risikowert und einer separaten Kennzeichnung, falls das Risiko als ernsthaft eingestuft wird.
Die Risikomatrix kann an die bestehende Methodik des Betriebs angepasst werden. Ziel ist es, die Bewertung klar zu dokumentieren – nicht, fachliche Beurteilungen zu ersetzen, wenn solche erforderlich sind.
Maßnahmen in der richtigen Reihenfolge
Das Paket folgt der grundlegenden Maßnahmenhierarchie. Der Arbeitgeber sollte in erster Linie:
- die Gefahrenquelle oder den Arbeitsschritt eliminieren,
- auf ein weniger gefährliches Produkt oder Verfahren umsteigen,
- technische oder kollektive Schutzmaßnahmen wie geschlossene Systeme oder Punktabsaugungen verwenden,
- die Arbeit organisieren, um Expositionsdauer und Anzahl der Exponierten zu verringern,
- persönliche Schutzausrüstung für verbleibende Restrisiken einsetzen.
Maßnahmen- & Expositionsplan
Entscheidungen, die sich aus der Risikobewertung ergeben, werden in einem separaten Plan dokumentiert mit:
- Risiko oder Mangel,
- beschlossene Maßnahme,
- verantwortliche Person,
- Status,
- Frist,
- Folgeprüfungstermin,
- Effekt der Maßnahme,
- Überprüfung, ob neue Risiken entstanden sind.
Handhabungs- & Schutzanweisung
Für Arbeitsschritte, bei denen klare Anweisungen erforderlich sind, liegt eine separate Vorlage bei, die für ein bestimmtes Produkt, eine Gefahrenquelle oder einen Prozess ausgefüllt werden kann.
Sie deckt unter anderem ab:
- Kennzeichnung und Identifikation,
- Sicherheitsdatenblatt,
- Lüftung und Punktabsaugung,
- persönliche Schutzausrüstung,
- Hautschutz und Hygiene,
- Lagerung,
- Abfall und Reste,
- Maßnahmen bei Verschütten, Spritzern, Einatmung und Brand,
- dokumentierte Unterweisung der betroffenen Arbeitnehmer.
Kennzeichnung und Lagerung
AFS 2023:10 verlangt, dass Behälter identifizierbar sind und die Risiken ersichtlich sind. Für gefährliche chemische Produkte gilt die CLP-basierte Kennzeichnung oder mindestens die spezifischen Anforderungen der Vorschriften des Arbeitsumweltamtes.
Das Paket hilft dem Betrieb daher sicherzustellen, dass keine ungekennzeichneten Sekundärbehälter verwendet werden und die Lagerung so organisiert ist, dass Verschütten, Leckagen, unbefugter Zugriff und gefährliche Reaktionen verhindert werden.
Notfallplan für Verschütten und Chemieunfälle
Ein separater Notfallplan ist für realistische Notfälle enthalten, wie:
- Verschütten und Leckagen,
- Brand oder Explosion,
- akute Einatmung,
- Haut- oder Augenkontakt,
- Sauerstoffmangel oder Arbeit in engen Räumen,
- gefährliche chemische Reaktion oder Gasbildung.
Der Plan enthält Kontaktwege, Alarme, Evakuierung, Platzierung von Notfallausrüstung, Augenduschen/Notduschen, Erste Hilfe, Atemschutz sowie geplante Übungen und Revisionen.
Dokumentation und Information für Arbeitnehmer
AFS 2023:10 schreibt vor, dass relevante Unterlagen den betroffenen Arbeitnehmern zugänglich sein müssen und dass der Arbeitgeber sicherstellen muss, dass Handhabungs- und Schutzanweisungen verstanden wurden.
Die separate Anweisungsvorlage enthält daher Unterschriftenfelder für die dokumentierte Unterweisung.
Wann muss die Risikobewertung aktualisiert werden?
Der Leitfaden nennt klare auslösende Ereignisse, zum Beispiel:
- neue chemische Gefahrenquelle oder neuer Arbeitsschritt,
- geändertes Produkt, Verfahren, Menge oder Lüftung,
- neues Sicherheitsdatenblatt,
- neue Risikoinformationen,
- geänderter hygienischer Grenzwert,
- Beinahe-Unfall, Unfall oder gesundheitliche Beschwerden,
- Messergebnisse, die zeigen, dass die bisherige Bewertung nicht ausreicht,
- regelmäßige Überprüfung.
Besonders regulierte Gefahrenquellen
AFS 2023:10 enthält zusätzliche Anforderungen für verschiedene Arten von Stoffen und Arbeiten. Das Paket weist den Anwender daher darauf hin, dass besondere Regeln gelten können für zum Beispiel:
- allergenwirkende Stoffe,
- CMR-Stoffe,
- zulassungspflichtige Stoffe,
- Arbeit in geschlossenen Räumen,
- brand- und explosionsgefährdete Umgebungen,
- Quarz, Bleibatterien, Pestizide und Zytostatika.
Empfohlener Arbeitsablauf
- Alle chemischen Gefahrenquellen auflisten.
- Sicherheitsdatenblätter und andere relevante Unterlagen sammeln.
- Chemische Risikobewertung für jeden relevanten Prozess durchführen.
- Schutzmaßnahmen gemäß der Maßnahmenhierarchie festlegen.
- Maßnahmen in den Maßnahmen- & Expositionsplan übertragen.
- Bei Bedarf Handhabungs- & Schutzanweisungen erstellen.
- Notfallplan an realistische Notfälle anpassen.
- Betroffene Arbeitnehmer informieren und unterweisen.
- Überprüfen und überarbeiten, wenn sich die Voraussetzungen ändern.
Rechtlich geprüft für 2026/2027
Die Dokumente wurden am 4. Oktober 2026 geprüft, basierend unter anderem auf:
- AFS 2023:10 über Risiken in der Arbeitsumgebung, insbesondere Abschnitt V und Kap. 7–10 über chemische Gefahrenquellen.
- AFS 2023:14 über Grenzwerte für die Atemwegsexposition in der Arbeitsumgebung, aktuelle konsolidierte Fassung.
- AFS 2023:1 über systematisches Arbeitsumweltmanagement.
- Arbeitsschutzgesetz (Arbetsmiljölagen 1977:1160).
- CLP- und REACH-Verordnungen, sofern anwendbar.
Format und Lieferung
- 6 Dokumente.
- Insgesamt 12 Dateien.
- Word (DOCX) + PDF.
- 12 A4-Seiten pro Formatserie.
- Digitales Produkt – keine physische Lieferung.
Häufig gestellte Fragen
Muss der Arbeitgeber ein Chemikalienverzeichnis führen?
Der Arbeitgeber muss die chemischen Gefahrenquellen auflisten, die im Betrieb gehandhabt oder erzeugt werden, und die von AFS 2023:10 geforderten Angaben dokumentieren.
Reicht das Sicherheitsdatenblatt als Risikobewertung aus?
Nein. Das Sicherheitsdatenblatt ist eine wichtige Grundlage, aber die Risikobewertung muss die tatsächliche Handhabung, die Menge, den Prozess und die Exposition am Arbeitsplatz berücksichtigen.
Sind hygienische Grenzwerte in der Vorlage enthalten?
Die Vorlage enthält Felder für den aktuellen Grenzwert und die Überprüfung gemäß AFS 2023:14. Der konkrete Zahlenwert muss zum Zeitpunkt der Bewertung aus der aktuellen konsolidierten Version entnommen werden.
Kann die Vorlage für Schweißrauch oder Quarzstaub verwendet werden?
Ja, als Grundstruktur. Solche Gefahrenquellen können gleichzeitig zusätzlichen speziellen Regeln unterliegen, die überprüft werden müssen.
Ist ein Notfallplan enthalten?
Ja. Ein separater Notfallplan für Verschütten, Exposition und Chemieunfälle ist enthalten.
Ersetzt das Paket das SAM (systematisches Arbeitsumweltmanagement) des Unternehmens?
Nein. Das Paket ist ein chemiespezifischer Teil des Arbeitsumweltmanagements und ergänzt das systematische Arbeitsumweltmanagement.
Wichtig
Die Vorlagen sind allgemeine Arbeitsumweltunterlagen. Bei CMR-Stoffen, allergenwirkenden Stoffen, unsicherer Exposition, geschlossenen Räumen, Brand-/Explosionsrisiken oder komplizierten Prozessen müssen möglicherweise der betriebsärztliche Dienst, Arbeitsmediziner oder andere spezielle Sachverständige hinzugezogen werden.
