Mietbürgschaft bei Mietverträgen – Haftung, Kündigung und wichtige Bedingungen

Kurze Antwort: Eine Bürgschaft auf erstes Anfordern („proprieborgen“) bedeutet normalerweise, dass der Bürge „wie für eigene Schuld“ haftet. Für den Vermieter ist dies eine stärkere Sicherheit als eine einfache Bürgschaft, da Forderungen in der Regel direkt gegen den Bürgen gerichtet werden können, sobald die gesicherte Verpflichtung nicht erfüllt wird.

Bürgschaft bei Miete – wichtige Unterschiede
Bürgschaft auf erstes Anfordern Der Bürge haftet im Rahmen des Bürgschaftsumfangs wie für eigene Schuld.
Einfache Bürgschaft Der Gläubiger muss normalerweise zunächst feststellen, dass der Hauptschuldner nicht zahlen kann.
Wohnungsmiete Kapitel 12 § 28a des schwedischen Grundbuchgesetzes (Jordabalken) räumt dem Bürgen ein gesetzliches Recht ein, die Verpflichtung unter Einhaltung besonderer Fristen zu kündigen.
Gewerbemiete Kapitel 12 § 28 des Grundbuchgesetzes regelt unter anderem, was bei einer Verschlechterung der gestellten Sicherheit geschehen kann.

Was sichert die Bürgschaftserklärung ab?

Der Vertrag sollte angeben, welche Verpflichtungen abgedeckt sind: Miete, Verzugszinsen, Schadenersatz, Kosten, Wiederherstellung oder andere ausdrücklich genannte Pflichten. Eine unbegrenzte Formulierung kann weitreichende Folgen für den Bürgen haben.

Wohnung und Gewerbe – nicht dieselben Regeln

Die Mietvorschriften des Grundbuchgesetzes machen einen wichtigen Unterschied zwischen Wohn- und Gewerberaum. Für Wohnungsmieten kann ein Bürge gemäß Kapitel 12 § 28a die Verpflichtung so kündigen, dass sie nach der gesetzlichen Kündigungsfrist endet, frühestens jedoch zwei Jahre nach Beginn der Verpflichtung. Eine Bedingung, die dieses Recht einschränkt, ist ungültig.

Wie lange soll die Bürgschaft gelten?

Es sollte hervorgehen, ob die Bürgschaft für eine bestimmte Vertragslaufzeit, Verlängerungen, geänderte Mieten und eventuelle Zusatzvereinbarungen gilt. Wenn der Mietvertrag später wesentlich geändert wird, können Fragen aufkommen, ob die ursprüngliche Bürgschaftserklärung die Änderung noch abdeckt.

Betragsmäßig begrenzte oder unbegrenzte Bürgschaft?

Eine Bürgschaftserklärung kann auf einen bestimmten Betrag oder eine Anzahl an Monatsmieten begrenzt werden. Für die Parteien wird das Risikoprofil deutlich klarer, wenn die maximale Haftung, die abgedeckten Forderungen und die Dauer der Verpflichtung ausdrücklich angegeben sind.

Mehrere Bürgen

Wenn mehrere Personen bürgen, sollte der Vertrag angeben, ob die Haftung solidarisch oder verteilt ist. Andernfalls kann es unklar werden, wie eine Forderung zu richten ist und wie ein eventueller Regressanspruch zwischen den Bürgen gehandhabt werden soll.

Häufige Fehler

  • Es geht nicht hervor, ob es sich um eine Bürgschaft auf erstes Anfordern oder eine einfache Bürgschaft handelt,
  • der Mietvertrag wird nicht eindeutig identifiziert,
  • der maximale Umfang der Haftung fehlt,
  • Verlängerungen und Mieterhöhungen sind nicht geregelt,
  • die besondere Kündigungsregel bei Wohnungsmieten wird übersehen.

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FAQ

Kann der Vermieter den Bürgen direkt in Anspruch nehmen?

Bei einer Bürgschaft auf erstes Anfordern ist das normalerweise der eigentliche Zweck der Verpflichtung: Der Bürge haftet wie für eigene Schuld im Rahmen des vereinbarten Umfangs.

Kann ein Bürge die Bürgschaft für eine Wohnung kündigen?

Ja, Kapitel 12 § 28a des Grundbuchgesetzes gibt dem Bürgen ein besonderes gesetzliches Recht, die Verpflichtung mit den dort genannten Fristen zu kündigen.

Kann die Bürgschaft beispielsweise auf sechs Monatsmieten begrenzt werden?

Ja, eine klare Obergrenze kann vereinbart werden und verringert das Risiko von Unklarheiten hinsichtlich der maximalen Haftung des Bürgen.

Quellen und weiterführende Informationen

Der Artikel enthält allgemeine Informationen und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Verträge, Tarifverträge und die Umstände des Einzelfalls können die Bewertung beeinflussen.

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