Über die Dokumentvorlage
Sturzrisiko & Arbeiten in der Höhe 2026/2027 – Gefährdungsbeurteilung, Absturzsicherungsplan & Rettungsplan
Dies ist ein vollständiges Arbeitsschutzpaket für Arbeitgeber, Unternehmer und Bauleiter, die Arbeiten, bei denen ein Absturz auf eine tiefere Ebene auftreten kann, planen, beurteilen und dokumentieren müssen. Das Paket ist besonders nützlich in den Bereichen Bau, Tiefbau, Industrie, Instandhaltung, Immobilienverwaltung, Installation und technische Dienstleistungen.
Das Vorlagenpaket wurde am 5. Oktober 2026 regelmäßig überprüft, insbesondere im Hinblick auf AFS 2023:13 zu Risiken bei bestimmten Arbeitsarten und Absturzrisiken bei Bau- und Montagearbeiten, AFS 2023:11 zu Arbeitsmitteln und persönlicher Schutzausrüstung sowie AFS 2023:1 zum systematischen Arbeitsschutzmanagement.
Lieferung: 6 separate Dokumente in Word (DOCX) und PDF – insgesamt 12 Dateien und 12 A4-Seiten pro Formatserie.
Das ist enthalten
- Gefährdungsbeurteilung – Sturzrisiko & Arbeiten in der Höhe – 2 Seiten.
- Absturzsicherungsplan – Arbeiten in der Höhe – 2 Seiten.
- Prüfprotokoll – Persönliche Absturzsicherung – 2 Seiten.
- Rettungsplan – Absturz & Hängen im Auffanggurt – 2 Seiten.
- Start-Checkliste – Arbeiten in der Höhe – 2 Seiten.
- Detaillierte Gebrauchsanweisung – 2 Seiten.
Sturzrisiken müssen bereits bei der Planung vermieden werden
Der Arbeitgeber muss die Arbeit so organisieren, dass das Sturzrisiko vermieden wird. Bei Bau- und Montagearbeiten schreibt AFS 2023:13 vor, dass das Risiko eines Absturzes auf eine tiefere Ebene sowohl bei der eigentlichen Arbeit als auch bei den damit verbundenen Bewegungen vermieden werden muss.
Die Gefährdungsbeurteilung hilft Ihnen dabei, Folgendes zu dokumentieren:
- offene Kanten und Dachkanten,
- Löcher und Öffnungen in Decken oder Dächern,
- steile, rutschige oder spröde Dächer,
- Leitern, Arbeitsböcke und Gerüste,
- Arbeitsbühnen, Hebebühnen und Arbeitskörbe,
- Klettern, Masten und Pfosten,
- Wetter, Wind, Eis und Regen,
- Pendelsturz und scharfe Kanten,
- herabfallende Gegenstände,
- Zugang, Fortbewegung und gleichzeitige Arbeiten.
Zwei Meter – eine wichtige Grenze, aber keine generelle „Freizone“ unter zwei Metern
Bei Bau- und Montagearbeiten sollte das Absturzrisiko ab einer Absturzhöhe von 2 Metern oder mehr normalerweise durch kollektive Absturzsicherungen verhindert werden.
Dies bedeutet nicht, dass Stürze unter zwei Metern automatisch ungefährlich sind. Eine geringere Absturzhöhe kann je nach Untergrund, Wasser, Maschinen, hervorstehenden Gegenständen oder anderen Umständen weiterhin ein ernstes Risiko darstellen. Das Paket unterscheidet daher klar zwischen der 2-Meter-Regel und der weitergehenden Verpflichtung, Sturzrisiken zu beurteilen.
Kollektive Absturzsicherung hat Vorrang
Kollektive Absturzsicherungen schützen mehrere Personen gleichzeitig und sind normalerweise gegenüber persönlicher Absturzsicherung zu priorisieren.
Beispiele für kollektive Lösungen:
- Schutzgeländer,
- feste oder mobile Arbeitsbühnen,
- Arbeitskörbe,
- Gerüste mit Schutzgeländern,
- Auffangnetze.
Der Absturzsicherungsplan enthält eine klare Maßnahmenhierarchie: Sturzrisiko eliminieren → kollektive Absturzsicherung → persönliche Absturzsicherung → administrative Ergänzungen.
Schutzgeländer und Öffnungen
AFS 2023:13 enthält spezifische Anforderungen an Schutzgeländer bei Bau- und Montagearbeiten. Schutzgeländer müssen stabil sein und normalerweise mindestens 1 Meter hoch sein sowie eine Fußleiste, Zwischen- und Oberholm oder einen gleichwertigen Schutz aufweisen.
Öffnungen und Löcher in Decken, Dächern oder Ähnlichem, durch die jemand stürzen oder treten könnte, sind unverzüglich mit einem Schutzgeländer oder einer Schutzabdeckung zu versehen, die nicht versehentlich verschoben werden kann.
Persönliche Absturzsicherung – nur nach korrekter Gefährdungsbeurteilung
Persönliche Absturzsicherung sollte nicht die erste Wahl sein, wenn kollektiver Schutz möglich ist. Wenn persönliche Absturzsicherung verwendet wird, muss der Arbeitgeber unter anderem sicherstellen:
- dass das System für den Arbeitsschritt geeignet ist,
- dass die Komponenten gemäß den Bedienungsanleitungen kombiniert werden dürfen,
- dass die Anschlageinrichtung oder der Anschlagpunkt geeignet ist,
- dass Pendelstürze beurteilt wurden,
- dass die erforderliche lichte Höhe unter dem Benutzer ausreichend ist,
- dass scharfe Kanten, Hitze und Chemikalien berücksichtigt wurden,
- dass der Benutzer die richtige Ausbildung und praktische Übung hat.
Sturzverhinderungs- oder Auffangsystem?
Das Paket unterscheidet zwischen verschiedenen Arten persönlicher Systeme:
- Sturzverhinderungssysteme – begrenzen die Bewegung so, dass der Benutzer die Absturzkante nicht erreichen kann.
- Auffangsysteme – stoppen und bremsen einen Sturz ab und erfordern ausreichend freien Raum unter dem Benutzer.
- Arbeitspositionierung – bietet Halt in der Arbeitsposition, muss jedoch bei Sturzgefahr mit einer anderen Absturzsicherung kombiniert werden.
- Seilzugangstechnik – spezielle Methode mit separaten Arbeits- und Sicherheitsseilen sowie besonderen Kompetenzanforderungen.
Anschlagpunkt und lichte Höhe
Die Bedienungsanleitung des Herstellers ist entscheidend. Sie gibt unter anderem an, wie die Ausrüstung befestigt werden darf und welche lichte Höhe erforderlich ist, damit ein Sturz abgebremst werden kann, ohne dass der Benutzer auf den Boden oder auf Hindernisse trifft.
Der Absturzsicherungsplan enthält daher Felder für:
- Ort des Anschlagpunkts,
- Anschlaghöhe,
- erforderliche freie Höhe gemäß Bedienungsanleitung,
- tatsächlich verfügbare freie Höhe,
- Pendelsturz,
- Kantenbelastung und besondere Einschränkungen.
Prüfprotokoll für persönliche Absturzsicherung
Der Arbeitgeber ist dafür verantwortlich, dass die persönliche Schutzausrüstung gewartet, geprüft, repariert und gelagert wird, damit die Schutzwirkung erhalten bleibt. Beschädigte Ausrüstung oder Ausrüstung, von der eine unzureichende Schutzwirkung angenommen werden kann, darf nicht verwendet werden.
Das Prüfprotokoll dokumentiert unter anderem:
- Auffanggurte, Seile, Falldämpfer und Höhensicherungsgeräte,
- Verbindungen und Karabinerhaken,
- Anschlageinrichtungen,
- Seriennummern und Ausrüstungs-ID,
- Kontrollen und Wartung,
- Ereignisse, bei denen die Ausrüstung belastet wurde,
- Lagerung und Aussortierung.
Kontrolle vor jeder Benutzung
Die Anleitung der schwedischen Arbeitsschutzbehörde (Arbetsmiljöverket) besagt, dass der Benutzer seine Absturzsicherung vor jeder Benutzung gemäß der Bedienungsanleitung des Herstellers überprüfen sollte. Das Paket enthält daher Prüfpunkte für Nähte, Bänder, Seile, Metallkomponenten, Schließfunktionen, Kennzeichnungen und sichtbare Schäden.
Rettung muss geplant sein
Eine persönliche Absturzsicherung stoppt einen Sturz, bedeutet aber nicht, dass die hängende Person sicher ist. Eine Person, die im Auffanggurt hängt, kann ernsthaften Kreislaufproblemen ausgesetzt sein, die oft als Hängetrauma oder orthostatischer Schock bezeichnet werden.
Der separate Rettungsplan hilft dem Arbeitgeber, im Voraus festzulegen:
- wie die Person erreicht werden soll,
- ob die Person gehoben oder abgelassen werden soll,
- welche Rettungsausrüstung vorhanden ist,
- wer die Rettung leitet,
- wer den Notruf (112) absetzt,
- wer den Rettungsdienst empfängt,
- wie die Rettung durchgeführt werden kann, ohne den Retter einem neuen Sturzrisiko auszusetzen.
Persönliche Absturzsicherung und Alleinarbeit
Die Richtlinien der Arbeitsschutzbehörde besagen, dass Arbeiten mit persönlicher Absturzsicherung nicht allein durchgeführt werden sollten. Das Paket enthält daher einen ausdrücklichen Kontrollpunkt, um sicherzustellen, dass Rettungsressourcen und Backup tatsächlich verfügbar sind, wenn eine persönliche Absturzsicherung verwendet wird.
Leitern und Arbeitsböcke
AFS 2023:11 legt fest, dass Leitern und Arbeitsböcke nur als Zugangsweg und für kurzfristige Arbeiten verwendet werden dürfen, wenn die Risiken so gering sind, dass sicherere Ausrüstung nicht gerechtfertigt ist.
Die Start-Checkliste prüft daher unter anderem:
- ob eine Leiter wirklich das richtige Arbeitsmittel ist,
- dass die Leiter die richtige Länge und Höhe hat,
- dass sie stabil steht,
- dass der Benutzer sicher stehen und sich sicher festhalten kann,
- dass auf der Leiter nur leichte Werkzeuge und Lasten gehandhabt werden.
Gerüste
Gerüste unterliegen besonderen Regeln, unter anderem zu Konstruktion, Schutzgeländern, Ausbildung und Prüfung. Das Paket kann für die allgemeine Sturzrisikobeurteilung verwendet werden, ersetzt jedoch keine spezifischen Gerüstdokumente oder Anforderungen für Montage und Nutzung.
Start-Checkliste vor jeder Arbeit in der Höhe
Das Risikobild kann sich schnell ändern. Die separate Start-Checkliste verifiziert vor Beginn, dass:
- die Gefährdungsbeurteilung aktuell ist,
- Absturzsicherungen vorhanden sind,
- Löcher und Öffnungen gesichert sind,
- der Untergrund tragfähig ist,
- Wetter und Wind akzeptabel sind,
- Anschlagpunkt und lichte Höhe verifiziert sind,
- die Ausrüstung kontrolliert wurde,
- Kompetenz und Anleitung vorhanden sind,
- die Rettungsbereitschaft funktioniert.
Klare Stopp-Kriterien
Das Paket enthält Stopp-Regeln für zum Beispiel:
- fehlende oder entfernte Absturzsicherung,
- verschlechtertes Wetter oder starker Wind,
- unzureichende Verankerung oder freie Höhe,
- beschädigte Absturzsicherung,
- neue Öffnung oder Absturzkante,
- mangelnde Rettungsbereitschaft,
- Abweichung von der geplanten Arbeitsmethode.
Ergänzt die Bau- und Arbeitsschutzprodukte von Mallbutiken
Das Produkt ergänzt unter anderem den Arbeitsschutzplan 2026/2027 und die Arbeitsvorbereitung Bau & Montage 2026/2027. Dieses Produkt geht tiefer auf das Sturzrisiko, Absturzsicherungsausrüstung, Verankerung und Rettung nach einem Sturz ein.
Rechtlich/regulatorisch geprüft für 2026/2027
Die Dokumente wurden am 5. Oktober 2026 auf der Grundlage unter anderem folgender Vorschriften durchgesehen:
- AFS 2023:13 – insbesondere die Regeln über das Risiko eines Sturzes auf eine tiefere Ebene und Dacharbeiten.
- AFS 2023:11 – u.a. Leitern, Gerüste und persönliche Schutzausrüstung.
- AFS 2023:1 – systematisches Arbeitsschutzmanagement.
- Arbeitsschutzgesetz (Arbetsmiljölagen 1977:1160).
- Aktuelle Leitlinien der Arbeitsschutzbehörde zur persönlichen Absturzsicherung und Arbeiten mit Absturzgefahr.
Format und Lieferung
- 6 Dokumente.
- insgesamt 12 Dateien.
- Word (DOCX) + PDF.
- 12 A4-Seiten pro Formatserie.
- Digitales Produkt – keine physische Lieferung.
Häufig gestellte Fragen
Gilt immer eine 2-Meter-Grenze?
Zwei Meter sind eine zentrale Schwelle bei Bau- und Montagearbeiten, aber auch niedrigere Stürze können ein ernstes Risiko darstellen und nach einer Gefährdungsbeurteilung Schutzmaßnahmen erfordern.
Sollte persönliche Absturzsicherung zuerst verwendet werden?
Nein. Kollektive Absturzsicherungen sollten normalerweise in erster Linie gewählt werden. Persönliche Absturzsicherung ist eine sekundäre Lösung, wenn kollektiver Schutz nicht möglich oder bei bestimmten Dacharbeiten nicht sinnvoll ist.
Ist ein Rettungsplan enthalten?
Ja. Ein separater zweiseitiger Rettungsplan für Absturz und Hängen im Gurt ist enthalten.
Ist ein Prüfprotokoll für Absturzsicherung enthalten?
Ja. Es deckt Auffanggurte, Seile, Höhensicherungsgeräte, Verbindungen, Verankerung, Wartung, Lagerung und Ereignisse ab.
Kann die Vorlage bei Gerüstarbeiten verwendet werden?
Ja, als Unterlage für Sturzrisikobeurteilung und Arbeitsvorbereitung. Sie ersetzt jedoch nicht die speziellen Ausbildungs-, Planungs- und Prüfanforderungen, die für Gerüste gelten.
Kann die Vorlage bei persönlicher Absturzsicherung auf Dächern verwendet werden?
Ja. Sie enthält die Prüfung von Verankerung, lichter Höhe, Pendelsturz, Systemtyp, Rettung und Kompetenz.
Wichtig
Die Vorlagen sind allgemeine Arbeitsschutzunterlagen. Die tatsächliche Absturzsicherungslösung muss für den jeweiligen Arbeitsplatz, Arbeitsschritt und die Ausrüstung dimensioniert und ausgewählt werden. Befolgen Sie immer die Bedienungsanleitungen der Hersteller und ziehen Sie fachkundige Expertise hinzu, wenn Risiken oder Technik dies erfordern.
